Uhr - die Zeit ist gekommen

Restrukturierung: Wann ist es so weit?

Wann ist eigentlich der richtige Zeitpunkt für eine Restrukturierung? Dies ist eine gute, aber nicht leicht zu beantwortende Frage! Denn kein Unternehmer wird den genauen (Zeit-) Punkt abpassen können, an dem eine Restrukturierung seiner Firma nötig wird. Hin und wieder sind es auch nur wenig beeinflussbare Ereignisse von außen, die ein Unternehmen in die Schieflage bringen können: Plötzlich kann zum Beispiel ein Zulieferer, der schon bezahlt wurde, insolvent gehen, und damit zusammenhängende Lieferungen ausfallen.

Die wichtigen Unternehmens-Kennzahlen

Um eine solche Schieflage zu vermeiden und um rechtzeitig auf eine Krise reagieren zu können, sollte sich ein Unternehmer regelmäßig folgende Fragen stellen:

  • Kann mein Unternehmen alle finanziellen Verpflichtungen jederzeit pünktlich erfüllen?
  • Werte ich regelmäßig meine BWA (betriebswirtschaftliche Auswertung) aus? Weist diese Verluste aus? Falls ja, kenne bzw. erkenne ich die Ursachen?
  • Weicht die tatsächliche Liquiditätslage negativ von meiner Liquiditätsplanung ab?
  • Kenne ich den Stand der Debitoren und Kreditoren? Sinken die Debitoren und steigen die Kreditoren?
  • Ist der Auftragsbestand ausreichend hoch?
  • Wie hoch ist die Kapazitätsauslastung?
  • Gibt es einen Investitionsstau?
  • Können Investitionen noch aus dem Cashflow bezahlt werden?

Gut zu wissen: Diese Fragen erübrigen sich, wenn es im Unternehmen bereits eine Krisenvermeidungsstrategie gibt. Ein vorausschauender Unternehmer stellt sich deshalb auch diese Fragen:

  • Gibt es im Unternehmen eine formale, jährliche Ertragsplanung auf Kontenbasis?
  • Gibt es regelmäßige Soll-/Ist-Vergleiche zur Planung?
  • Gibt es eine kurz-, mittel- und langfristige Liquiditätsplanung?
  • Gibt es ein Forderungsmanagement?
  • Gibt es ein Kennzahlensystem zur Unternehmenssteuerung?
  • Wie ist die Bonität der Kunden?
  • Gibt es ein Working-Capital-Management?
  • Gibt es Abhängigkeiten von einzelnen Produkten oder Großkunden?
  • Gibt es Abhängigkeiten von Lieferanten?
  • Wie sind der Stand und das Alter der Produktionsanlagen? Gibt es eine vorbeugende Wartung?
  • Gibt es ein Qualitätssicherungs-Management? Wird dies auch gelebt?
  • Wie weit ist mein Unternehmen auf dem Weg zur digitalen Transformation?

Die Antworten auf diese Fragen sollten am besten gemeinsam mit einem Unternehmensberater besprochen werden, damit die neutrale und offene Sichtweise gewährleistet ist. Außerdem können mit einem solchen Partner an der Seite im Fall der Fälle sofort Maßnahmen erarbeitet und umgesetzt werden.

Bildquelle: beebright / 123RF Standard-Bild

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